QUARTIER AM KUMP mit Vorbildcharakter
Das 12,7 Millionen schwere und sieben Jahre beanspruchende Projekt der Stadt Steinheim und der Gemeinschaft Steinheimer Investoren wurde mit einem Festakt am 02.07.2026 offizell seiner Bestimmung übergeben.
Die harmonische Fassade wertet den Marktplatz optisch auf und wird mittelfristig durch die angebrachte Begrünungsvorrichtung auch die Außentemperatur am Kump positiv beeinflussen. Hinter der Fassade erfüllt das im Bestand entwickelte Gebäude den Klimastandard eines Neubaus. Bauen im Bestand ist eine Herausforderung an Planung und Umsetzung, schont jedoch in großem Umfang Ressourcen.
Der schicke Gebäudekomplex ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Steinheimer Innenstadt. Der Weg bis war lang, steinig und herausfordernd.
„Richtig dicke Bretter waren zu bohren“ verbildlichte Bürgermeister Torke in seiner Rede die Schwierigkeiten, die ein derart komplexes Bauprojekt erwartbar mit sich bringt - und unerwartete wie die Coronapandemie, Lieferschwierigkeiten, Verteuerung, gekippte Förderungen, u.v.m. Der erste Schritt, die Entscheidung das Vorkaufsrecht zu ziehen und die Entwicklung der Leerstände nicht aus der Hand zu geben, war mutig. Und er hat sich gelohnt – hierin stimmen alle überein. Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling zollte allen Beteiligten großen Respekt und bescheinigte dem Regionale-Projekt der Stadt Steinheim Vorbildcharakter über die Grenzen der Region hinaus. Sie sprach von einem generationenübergreifenden Begegnungsraum, der auch Antwort sei auf die zunehmende Problematik der Einsamkeit. Gerne hat das Land NRW hier mit rund 5,9 Millionen Euro aus drei Fördertöpfen beigetragen.
Die Pastöre der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde segneten die Bewohner und Gäste des Hauses, das eine ambulante Tagespflege, eine Kindertageseinrichtung und 21 Wohnungen unter seinem Dach eint.