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Datum: 16.12.2025

Grußwort zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,

fragen auch Sie sich aktuell wieder einmal, wo das Jahr geblieben ist? Manchmal meint man, wenn man älter wird, geht die Zeit „schneller“ rum…Wir alle wissen natürlich, dass Tage, Wochen und Monate nicht langsamer oder schneller vergehen. Reflektiert man einen bestimmten Zeitraum wird greifbar, was alles gewesen ist, was man erreicht hat und wo man steht.

Bürgermeister Carsten TorkeDie Vorweihnachtszeit mit dem nahen Jahreswechsel bietet sich hier an. Das Amt des Bürgermeisters lässt eine Trennung beruf/privat nicht zu. Es gibt aber private Momente, die mich in diesem Jahr sehr berührt haben: Ein privater Glücksmoment war in diesem Jahr die Hochzeit unserer ältesten Tochter. Etwas ganz Besonderes.

Ebenfalls sehr persönlich war der Entscheidungsprozess zu einer erneuten Kandidatur als Bürgermeister - eine Entscheidung der gesamten Familie, denn es braucht deren Verständnis und deren Rückhalt. Mit dem Votum meiner Familie und mit Ihrem Votum, meiner Steinheimerinnen und Steinheimer, werde ich – in enger Zusammenarbeit mit den politischen Mandatsträgern und meiner Verwaltung - auch in den nächsten Jahren mein Bestes geben für unsere Stadt und unsere Dörfer!

In 2025 sind baulich insbesondere folgende Maßnahmen umgesetzt worden, die zur Erweiterung oder der Instandhaltung eines modernen Schulstandortes unabdingbar sind:

Die Planung zur Erweiterung der Grundschule Vinsebeck, die 2026/2027 für rund 2.350.000 Euro in die Ausführung gehen wird. Offene Lernbereiche werden hier unseren Kindern neue Impulse zum Lernen bieten. Den Vinsebecker Vereinen bleibt die „Heimat“ im Obergeschoss – dazu bauen wir einen Aufzug ein.

Am Grundschulstandort Steinheim, den wir bereits für die zukünftigen Aufgaben ausgebaut und modernisiert haben, wurden im Altbestand umfängliche Brandschutzmaßnahmen abgeschlossen. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Damit sind nach der Erweiterung der Grundschule alle Arbeiten abgeschlossen.

Im Schulzentrum sind Brandschutzmaßnahmen erforderlich, die, beginnend in 2026, abschnittsweise über mehrere Jahre umgesetzt werden.

Neben dem Baulichen, wurde auch in die Digitalisierung investiert: Die Schulen freuen sich über weitere 86 iPads.

Die Feuerwehr der Stadt Steinheim hat für 970.000 Euro eine neue, hochfunktionale Drehleiter zur Menschenrettung aus großer Höhe erhalten, die mittlerweile auch im Einsatz ist. Der Löschgruppe Bergheim wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus übergeben.

Im Freibad Steinheim wurde eine Wärmepumpe installiert, die das Erwärmen des Wassers nachhaltig regelt – Der Strom für den Betrieb kommt von der Photovoltaik-Anlage auf dem Stadthallendach. Der Förderverein des Freibades hat den Einbau der Wärmepumpe mit einem hohen Betrag finanziell tragbar gemacht. Ein Paradebeispiel für das Zusammenwirken zwischen Ehrenamt, Politik und Verwaltung.

Die dringend erforderliche Sanierung der Flüchtlingsunterkunft in der Schulstraße 26 und der Fahrbahnen Tulpenstraße sowie Fliederstraße wurden durchgeführt. Für die grundhafte Erneuerung zweier wichtiger Radwegeverbindungen in 2026 in den Bereichen Steinheim-Vinsebeck und Ottenhausen wurden erfolgreich Förderanträge gestellt.

Vor wenigen Tagen überreichte Frau Regierungspräsidentin Anna Katarina Bölling einen Zuwendungsbescheid: 1.665.000 Euro für den Bau der lang herbeigesehnten Entlastungsstraße Schorrberg; diese ist richtungweisend für die weitere innerstädtische Entwicklung unserer Stadt. Ab 2026 werden wir dieses Mammutprojekt als Stadtverwaltung begleiten und umsetzen – ein Projekt, welches mich im zurückliegenden Jahrzehnt intensiv beschäftigt und für dessen Realisierung die Verwaltung sich unermüdlich eingesetzt hat.

Der innerstädtische Ring wird umgestaltet. Das nächste Ziel ist es, mit einem entsprechenden politischen Beschluss, den Förderantrag für das neue Innerstädtische Entwicklungskonzept bis zum 30.09.2026 auf den Weg zu bringen, um in Folge mit den Planungen beginnen zu können.

Nach dem Umzug der Rettungswache Steinheim im Spätsommer 2026 übernimmt die Stadt das Gebäude am Piepenbrink vom Kreis Höxter. Dann sind die Erweiterung und ein Umbau der Feuerwache geplant, so wie es im Brandschutzkonzept vorgesehen ist – eine nachhaltige Investition in die Daseinsvorsorge unserer Stadt! Allen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gilt unser Dank für ihre Einsatzbereitschaft und Bereitschaft, sich in schwierigsten Situationen für das Wohl und die Rettung von Menschen einzusetzen.

Sorgen bereitet die aktuelle Situation der kommunalen Finanzen - diese ist höchst dramatisch. Die strukturelle und chronische Unterfinanzierung der Kommunen in NRW ist schlichtweg nicht mehr zu kompensieren. Kommunen sind nicht mehr bedarfsgerecht ausgestattet: Der Anteil der Steuereinnahmen des Landes Nordrhein-Westfalen, der an die Kommunen weitergeleitet wird, der Verbundsatz, muss dringend erhöht werden. Einzelne, kaum noch aufgrund der Förderkriterien zu verstehende Förderprogramme bringen den sogenannten „Einmaleffekt“, helfen aber nicht auf Dauer. Alarmsignale treten nicht mehr vereinzelt auf - sie sind zum Dauerzustand geworden. Der finanzielle Ausnahmezustand der Kommunen ist zur Normalität geworden – sie werden leider einfach nicht gehört.

Die weltpolitische Situation ist herausfordernd: Ein schwer zu berechnender Präsident in den USA - und noch mehr jener in Russland. Krisen und Kriege mit all ihren Auswirkungen auf unser alltägliches Leben.

Innerhalb der Verwaltung beschäftigt mich persönlich sehr die Personalstruktur, die sich aufgrund umfänglicher Zurruhesetzungen von Mitarbeitenden auf lange Sicht als sehr herausfordernd darstellt.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, unsere Stadt und unsere Dörfer sind lebenswert und, allen Widrigkeiten zum Trotz, für die Zukunft gut aufgestellt. Einen unverzichtbaren Beitrag hierzu leistet ein starkes Steinheimer Ehrenamt: Freiwillige Feuerwehr, DRK Ortsverein, Malteser, Steinheimer Tisch, Äthiopienhilfe, Junge Kultur, Steinheimer Karnevalsgesellschaft, Bürgerschützenverein und Schützenbruderschaften, Heimatvereine, Musik- und Sportvereine, und viele mehr. Menschen, miteinander und füreinander!
Ihnen allen, meinen Bürgerinnen und Bürgern, wünsche ich eine friedvolle Weihnachtszeit und einen gelungenen Jahreswechsel, Gesundheit und alles erdenklich Gute für das neue Jahr 2026!

Ihr/Euer
Carsten Torke
Bürgermeister