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Geschichte der Stadt Steinheim

Geschichte-Münze1
Das Steinheimer Becken war, wie Funde beweisen, bereits in der Jungsteinzeit, vor 6000 Jahren, besiedelt. Schon früh wurde auf den fruchtbaren Böden Ackerbau betrieben. Das Gebiet wurde in der Zeit der Geburt Christi von dem germanischen Stamm der Cherusker bewohnt. Ihr herausragender Heerführer war Arminius, der im Jahr 9 n.Chr. in einer Schlacht drei römische Legionen vernichtete und so die Inbesitznahme Germaniens durch die Römer stoppte.

Christianisierung

Um 60Geschichte-Münze20 n.Chr. drangen sächsische Stämme aus dem nördlichen Deutschland in das heimische Gebiet ein und nahmen es in Besitz. Der Frankenkönig Karl der Große betrieb knapp 200 Jahre später die Christianisierung und durchsetzte das Land mit fränkischen Neusiedlern. Steinheim war eine der Urzellen der von Würzburg ausgehenden Mission.

Bis zur Säkularisation 1802 gehörte Steinheim dem Hochstift Paderborn an. Nach dem Wiener Kongress fiel die Stadt endgültig an Preußen, nachdem sie von 1806 bis 1813 dem von Napoleon gegründeten Königreich Westfalen zugeordnet war. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges gehört Steinheim zum Land Nordrhein-Westfalen.

Steinheim wird zum ersten Mal um 970 in den Güterschenkungen des Klosters Corvey erwähnt. Die heutige Katholische Pfarrkirche geht auf das Jahr 1160 zurück. Sie ist das historisch wertvollste Bauwerk der Stadt mit einem kostbaren Hochaltar aus dem 16. Jahrhundert. Die Stadt Steinheim, im Mittelalter besonders in kirchlicher Hinsicht bedeutsam, wurde 1273 Archidiakonatssitz, zu dem im 15. Jahrhundert über 30 Kirchen gehörten. 1275 wurden Steinheim durch den Fürstbischof von Paderborn die Stadtrechte verliehen. Die im ausgehenden 13. Jahrhundert errichtete Burg wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. Berühmtester Sohn Steinheims ist der mittelalterliche Historiker Reiner Reineccius Steinhemius (1541-1595).

Die Steinheimer Börde

Bedingt durch die fruchtbaren Bodenverhältnisse in der Steinheimer Börde stand die Landwirtschaft früh in großer Blüte. Die Bauern gründeten 1583 ein Acker- und Hausleuteamt. Aber auch Handwerk und Handel waren reichlich vertreten. Handwerker und Kaufleute waren in zahlreichen Gilden zusammengefasst.

Feuersbrünste und Pestepidemien

Im Mittelalter wurde die Stadt von schweren Schicksalen, von verheerenden Feuersbrünsten und Pestepidemien heimgesucht. Nach einer Pestepidemie erwählten die Stadträte 1637 den heiligen Rochus als Stadtpatron. Der Sankt-Rochus-Tag wird heute von den beiden großen christlichen Kirchen in gutem ökumenischen Geist am 16. August eines jeden Jahres begangen.

Bau der Eisenbahnstrecke

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Stadt Steinheim über die mittelalterlichen Stadtmauern hinausgewachsen. Der Bau der Eisenbahnstrecke Altenbeken-Hannover leitete ab 1870 eine große wirtschaftliche Entwicklung ein.

Die Historie der Stadt

1275   Steinheim wird durch Bischof Simon I. zur Stadt erhoben

1325   Bischof Bernhard V. verpfändet Steinheim an einen Zweig der Familie von Wend mit der Auflage, die Burg am Wendtore auszubauen. Bis ins 16. Jahrhundert folgen verschiedene adelige Pfandinhaber

1498   Gründung Schneidergilde

1539   Große Überschwemmungen suchten auch Steinheim heim. Während die Einwohner sich auf Dachböden retten konnten, wurde ein Großteil des Viehbestandes vernichtet. Die Folgen waren eine große Teuerung und in dem darauf folgenden Jahr eine Pestepedemie

1580   Feuersbrunst, Zerstörung eines großen Teils der Stadt und des Kirchturms

1585   Leineweberamt

1596   Gilde der Grob- und Kleinschmiede, Kupferschläger, Groppengießer und Messermacher

1618   Pestjahr mit 998 Toten

1622   Christian von Braunschweig plündert Steinheim

1639   Plünderung der Stadt von den Schweden, Zerstörung der am Windtor gelegenen Burg Steini

1694   Heiligabend brennen bei einer Feuersbrunst 30 Häuser nieder

1729   "Generalfeuersbrunst zu Steinheim" (nur die Kirche, der Marienmünstersche Kornspeicher, der Pohlhof, 7 bis 8 Häuser am Windtor, der dort gelegene Paderborner Kornspeicher und ein Häuschen am Niederen Tor bleiben stehen)

1790   4 Personen, darunter 2 Kinder, sterben bei einem Brand im Bereich Marktstraße und  Obere Rochusstraße, welcher 44 Wohnhäuser vernichtet

1802   Steinheim wird preußisch (Reichsdeputationshauptschluss)

1806   Steinheim wird dem Königreich Westfalen zugeordnet und Kantonshauptstadt des Kantons Steinheim

1815   Auf dem Wiener Kongress fällt Steinheim endgültig an das Königreich Preußen

1834   Steinheim hat 2.086 Einwohner

1837   Am 03. August erfolgt die feierliche Einweihung des neuen Rathauses

1850   Bei einer gemeinsamen Sitzung des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung wird am 27. Juni beschlossen, dass das Magistrats-Collegium wegfällt und nur noch ein Gemeinderat mit dem Bürgermeister an der Spitze verhandelt.

1855   Von einer Quelle im Schmeessieke ausgehend wird die erste Wasserleitung in Steinheim gebaut. Ein Tonrohr versorgt erstmals am 15.Oktober den neu errichten Kump mit Wasser.

1858   Das erste Krankenhaus nimmt in Steinheim seinen Betrieb auf. Es wird von den "Armen Dienstmägden Jesu Christi" betrieben und lag in der Nähe der Binnermühle (Wallstraße).

1864   Tischlermeister Anton Spilker eröffnet seine Kunsttischlerei, die zum Lehr- und Stammbetrieb der Steinheimer Möbelindustrie wird

1868/73   Bau der Eisenbahnlinie Hannover-Altenbeken

1900   Steinheim hat über 3.000 Einwohner

1903   „Steinheimer Möbelfabrik" beginnt mit der industriemäßigen Herstellung von Möbeln. In Steinheim entstehen 12 Möbelfabriken und ca. 50 kleinere Betriebe der Möbelwirtschaft

1902/04   Errichtung städtisches Elektrizitätswerk im Altenhagen

1925   An der heutigen Finkenstraße wird die erste geschlossene Siedlung angelegt

1929   Neubau des Bahnhofes in der heute bekannten Form

1939   Die Stadt zählt knapp 4.000 Einwohner

1945/47   Der Kernstadt Steinheim werden 2.400 Flüchtlinge, Vertriebene und Evakuierte zugewiesen

1948   Rege Bautätigkeit setzt ein

1950   Die Stadt zählt 5.766 Einwohner (Kernstadt)

1969   Steinheim wird im Gebietsentwicklungsplan Entwicklungsschwerpunkt 3. Ordnung für einen Versorgungsbereich von 20.000 - 50.000 Einwohnern

1970   Gebietsneugliederung, Gründung der Großgemeinde

1971   Elektrifizierung der Bahnlinie Hannover - Altenbeken

1972   Beginn der Stadtkernsanierung

1978   Kernstadt zählt 7.510 Einwohner

1979   Steinheim wird im Landesentwicklungsplan I/II Mittelzentrum für einen Versorgungsbereich von 20.000-50.000 Einwohnern

1980   Anschluss Steinheims an das Fernnetz der Erdgasleitung der Westfälischen Ferngas (WFG)

1984/85   Ausbau der Fußgängerzone

1989   Auf der Kursbuchstrecke 260 Altenbeken-Hannover wird der City-Bahn-Verkehr in Betrieb genommen

1994  Die Kernstadt Steinheim hat erstmals mehr als 8.000 Einwohner (8.095), die gesamte Stadt Steinheim hat erstmalig mehr als 13.000 Einwohner (13.167)

1994/95  Bau der Bahnunterführung von der Billerbecker Straße zur Hospitalstraße

2000  Steinheim feiert sein 725-jähriges Stadtjubiläum

2001  Steinheim hat in diesem Jahr erstmalig mehr als 14.000 Einwohner (14.017), davon leben 8.726 Einwohner in der Kernstadt

2016   Als erster Bahnhof in Nordrhein-Westfalen wird nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen der Steinheimer Bahnhof zum Bahnhof des Jahres 2016 gewählt

Am Rande informiert

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