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Datum: 01.02.2024

Kastanienallee am Schorrberg

Bäume werden in Erfüllung der Verkehrssicherung gefällt.

Das Wappen der Stadt Steinheim besteht aus einer roten Stadtmauer mit Zinnen und einem gelben Tor. Weiterhin sind drei Türme abgebildet, wobei der mittlere größer als die beiden äußeren Türme ist. Die kleineren Türme haben ein Fenster, der größere Turm drei Fenster.Das Betreten der freien Landschaft erfolgt auf eigene Gefahr. Auch beim Benutzen von Wegen in der freien Landschaft muss mit einer Gefährdung gerechnet werden. Es besteht keine Haftung für typische, sich aus der Natur ergebende Gefahren (§ 60 Bundesnaturschutzgesetz). So hat die Pflicht zum Selbstschutz Vorrang.

Andere Anforderungen gelten für Gefahren, welche Auswirkungen auf öffentliche Straßen und angrenzende bebaute Flurstücken (Siedlungsflächen) haben können. Hier ist die Kommune zur Verkehrssicherung verpflichtet. Mitarbeiter des Bauhofes wurden zu diesem Zweck zu zertifizierten Baumkontrolleuren ausgebildet und kommen dieser Pflicht regelmäßig nach. Die Ergebnisse werden in ein sogenanntes Baumkataster eingepflegt.

Für den Baumbestand in der Kastanienallee wurde es im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen für notwendig erachtet, ein weitergehendes Gutachten erstellen zu lassen. Beauftragt wurde hiermit ein von der Landwirtschtschaftskammer NRW öffentlich bestelltes und vereidigtes Büro in Beverungen.

Die 37 Bäume wurden hinsichtlich ihrer Vitalität, ihres Schädigungsgrades sowie der Erhaltungschancen beurteilt. Im Ergebnis weisen die Kastanien Schäden in mehr oder weniger ausgeprägter Form der Kastanienkomplexerkrankung auf und wurden in ein Stufensystem unterteilt:

1 – Erhalt in den nächsten 5 Jahren möglich: 10 Bäume (27 %)
2 – Erhalt fraglich: 7 Bäume (19 %)
3 – Erhalt nicht möglich: 20 Bäume (54 %)

In Anbetracht der Tatsache, dass mehr als fünfzig Prozent der Bäume nicht und sieben weitere Bäume nur fraglich zu erhalten sind wurde zur Gewährleistung der Verkehrssicherungspflicht verwaltungsseitig mit politischer Billigung entschieden, alle Kastanien in einem Zuge fällen zu lassen. Mit Blick auf den hohen technischen und finanziellen Aufwand wäre es nicht vertretbar, einzelne Bäume mit unsicherer Prognose stehen zu lassen.

Der Beginn der Arbeiten ist für die 8. Kalenderwoche geplant und erfordert eine Vollsperrung der Kastanienallee. Die Umleitungen werden entsprechend der Verkehrsanordnung des Kreises ausgewiesen.