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20.10.2017

Verleihung "Reineccius Medaille 2017" an Christian Felber

Die Stadt Steinheim hat mit der Veröffentlichung und Auslobung der „Reineccius-Medaille“ eine Plattform geschaffen, die Pioniere und Querdenker auszeichnet und ihre Arbeit würdigt und ehrt. Gleichzeitig wird damit beabsichtigt, einen Aufruf zu starten auch heute Pioniergeist zu beweisen und quer zu denken.

Auslobung einer Ehrung für "Querdenker und Pioniere"

Die Reineccius-Medaille wird an Persönlichkeiten überreicht, die mit ihren Ideen und ihrem unermüdlichen Engagement dazu beigetragen, die „Welt zu verändern bzw. zu verbessern“ und somit ein Vorbild insbesondere für junge Menschen sind. Über diese Vorbildfunktion möchten wir junge Menschen ermutigen und aufrütteln, um über „den eigenen Tellerrand“ hinaus zu schauen, aktiv und kreativ zu sein und ihren Beitrag für eine bessere Welt zu leisten. Der diesjährige Preisträger ist Christian Felber. Es gibt viele Parallelen zu Reineccius, der als Wissenschaftler, Dozent und Gelehrter ein anerkannter Historiker im 16. Jahrhundert, einer Zeit des Aufbruchs, der Entdeckungen, religiöser und politischer Strömungen und Erneuerungen sowie großer Not und Elend, verbunden mit kriegerischen Auseinandersetzungen, Aufständen und Krankheitsepidemien war.

Christian Felber

© Robert Gortana

Christian Felber, ist ein international gefragter Referent, zeitgenössischer Tänzer, Hochschullehrer und Autor mehrerer Wirtschaftsbestseller ("50 Vorschläge für eine gerechtere Welt", "Neue Werte für die Wirtschaft", „Gemeinwohl-Ökonomie“, „Retten wir den Euro!“). Der Titel „Geld. Die neuen Spielregeln“ wurde als Wirtschaftsbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet. Felber initiierte den Aufbau des Projekts „Genossenschaft für Gemeinwohl“ und der „Gemeinwohl-Ökonomie“ Der 1972 geborene Salzburger studierte Spanisch, Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaft in Madrid und Wien, wo er heute lebt. In 2010 wird das von Felber initiierte Modell „Gemeinwohl Ökonomie“ erstmals vorgestellt. Es ist das Ergebnis von zwei Jahren intensiver Arbeit zusammen mit einem Dutzend Unternehmer/innen.

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine vollständige alternative Wirtschaftsordnung und eine ethische Marktwirtschaft. Sie ist eine Alternative zu Kapitalismus und dem derzeitigen marktwirtschaftlichen System und beruht auf privaten Unternehmen und individueller Initiative. Sie baut nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation auf – denselben humanen Grundwerten, die auch zwischenmenschlichen Beziehungen gelingen lassen.

In wenigen Jahren haben sich schon mehr als 2200 Unternehmen in 35 Staaten der im Oktober 2010 gestarteten Initiative angeschlossen, darunter Hochschulen und Banken. Die Bewegung wächst international.

Christian Felber wurde bereits mit zahlreichen (internationalen) Preisen und Auszeichnungen geehrt. Dabei wurde er unter anderem ausgezeichnet als „Nachhaltiger Gestalter“. Zuletzt bekam er den ZEIT WISSEN-Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“. Sein alternatives Wirtschaftsmodell begeistert Privatpersonen, Politiker/innen, Initiativen und Unternehmen gleichermaßen. Viele haben sich seinen Ideen / seinem Modell angeschlossen, das durchaus polarisiert und kontrovers diskutiert wird.

Auch in OWL gibt es bereits einige Regionalgruppen, die das Gemeinwohl-Ökonomie Modell diskutieren bzw. Betriebe, die eine entsprechende Bilanzierung inzwischen durchgeführt haben oder dies beabsichtigen. Einer dieser Betriebe in Steinheim ist die St. Rochus Apotheke mit dem Unternehmer Ehepaar Binder.

Die Reineccius Medaille wird in diesem Jahr am Sonntag, den 12. November im Festzelt auf dem Marktplatz in Steinheim an den Preisträger verliehen. Beginn des Festaktes ist um 11.30 Uhr. Dazu sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen.

Die Laudatio von Prof. Dr. Fahr können Sie hier lesen>>

 

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