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Datum: 24.09.2020

Dank für entgegengebrachtes Vertrauen

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

85,2% der Wahlberechtigten haben mich als Bürgermeister im Amt bestätigt und mir ihr Vertrauen ausgesprochen. Für diesen großen Vertrauensbeweis danke ich an dieser Stelle herzlich.
Die Zustimmung, die ich bei der Wahl erfahren durfte, werte ich als Anerkennung dessen, was in den letzten Jahren auf den Weg gebracht und umgesetzt wurde. Für die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre stehe ich jedoch nicht allein: sie resultiert aus dem sachlichen und konstruktiven Miteinander bei der Entscheidungsfindung auf politischer Ebene und in der fachlich qualifizierten Durchführung auf Ausführungsebene. Mein Grundrezept für die zielführende Zusammenarbeit ist eine frühzeitige und transparente Beteiligung der Politik, und zwar gleichermaßen aller Fraktionen.

Das Foto zeigt ein Portrait des Bürgermeisters Carsten Torke im grauen Sakko und weißem Hemd mit rot weiß blau quer gestreifter Krawatte.
Bürgermeister Carsten Torke

Ergebnisse der fruchtbaren Zusammenarbeit der letzten Legislaturperiode: die Umnutzung der Friedrich-Wilhelm-Weber-Schule zu einem multifunktionalen Kultur- und Bildungszentrum, die Sanierung der Aula, Erhaltung und Modernisierung der Stadthalle, Umgestaltung der Schulhöfe, Mensa-Umbau, der 100-Gigabit-Netzanschluss Schulzentrum, Bike-Parcours, Umbau des ehem. Stadtwerkegebäudes zu einer Kindertagesstätte, Ausweisung des 3. Abschnittes im Baugebiet Steinwarts Feld – die Nachfrage nach Grundstücken in Steinheim ist ungebrochen. Ein Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung ist die abgeschlossen Baureifmachung der Erweiterungsflächen im Industriepark Bergheim.

Mit enormer Beteiligung der Dorfgemeinschaften wurde der IKEK-Förderantrag auf den Weg gebracht, in allen Ortschaften sind Maßnahmen bewilligt und in der Planung beziehungsweise Umsetzung.
Maßnahmen und Projekte, die meine erste Amtszeit geprägt haben.

Der Großteil meines Arbeitsalltags aber ist bestimmt vom laufenden Verwaltungsgeschäft. Hier sind sicherlich die Flüchtlingskrise 2015, der Umgestaltungsprozess in der Energieversorgung und zuletzt die Pandemie zu nennen, die mich und meine Mitarbeiter besonders gefordert haben.

In der Rückschau war es für mich persönlich eine erfüllte, und – ich interpretiere das Wahlergebnis dahingehend – von der Bürgerschaft offensichtlich anerkannt erfolgreiche Amtszeit.
Das Wählervotum bestätigt und motiviert mich, in diesem Sinne fortzufahren - für eine zukunftsfähige, lebendige und attraktive Stadt Steinheim.

Ich blicke aber jetzt nach vorne: Schwerpunkt wird unter anderem der Digitalisierungsprozess in den Schulen sein. Bis Ende des Jahres werden alle Schulen der Stadt Steinheim über eine voll funktionsfähige Infrastruktur verfügen, die den digitalen Informationsfluss zwischen Schüler und Schule/Lehrer in jedweder Form ermöglicht.

Weiterhin wird uns die Problematik der Ladenleerstände beschäftigen. Noch beschleunigt durch die Pandemie bewahrheitet sich, dass der stationäre Einzelhandel nicht mehr Hauptakteur ist bei der Innenstadtbelebung. Mit dem Konzept „Quartier am Kump“ gehen Politik und Verwaltung neue Wege und haben in einem ersten Schritt fünf Bestandsimmobilien an der Marktstraße erworben. Ein Haus wird abgerissen, vier Häuser werden nach Vorlage eines Wettbewerbsbeitrags zurück- und neu aufgebaut, bekommen eine einheitliche Fassade. Das Konzept sieht hier Wohnungen für alle Zielgruppen (Single, Familien, junge und ältere Menschen) vor in Kombination mit einer Kindertagesstätte und einer ambulanten Tagespflege. Am Kump soll Begegnungsraum für alle Generationen entstehen. Gastronomische Angebote wären schön, sind allerdings noch nicht greifbar.

Weiterhin werden der Bau der Entlastungsstraße und die Umgestaltung des innerstädtischen Rings meine neue Amtszeit gestalten. Maßnahmen, die längerfristig eingeordnet sind. Vorbereitende Maßnahmen (Flurbereinigungsverfahren, Eigentumserwerb) laufen seit längerem.

Wir sind Fairtrade-Town und Gemeinwohlökonomie-Kommune. Diesem verpflichtet, werden Entscheidungsprozesse zukünftig nicht mehr ausschließlich nach ökonomischen, sondern verstärkt mit Blick auf nachhaltige, ökologische Aspekte bewertet und entschieden. Bereits im Hauptausschuss Anfang dieses Monats ist eine Entscheidung auf dieser Basis gefallen: Zur Vorlage gebracht wurden vier Modellrechnungen zur Energieversorgung Quartier Stadthalle/Freibad - in enger Übereinstimmung zwischen Politik und Verwaltung ist die klimafreundliche Variante der Nahwärmeversorgung beschlossen worden.

Alles, was in Planung ist beziehungsweise an Anforderungen an die Stadt herangetragen wird, steht unter der Prämisse, dass die Stadt vorrangig Pflichtaufgaben (zum Beispiel Bauleitplanung, Katastrophenschutz, Brandschutz, Abwasserbeseitigung, Schulentwicklung) zu erfüllen hat. Die Haushalte der Stadt Steinheim waren in der Vergangenheit ausgeglichen und ermöglichten eine Gestaltungsbreite. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der finanzielle Rahmen für freiwillige Aufgaben absehbar in den kommenden Jahren nicht mehr ganz so komfortabel ausfallen. Im Detail bleibt dies abzuwarten, Steuerschätzungen stehen noch aus. Gemeinsam werden wir uns dieser Herausforderung annehmen und im Konsens das Bestmögliche für Steinheim erzielen.

Abschließend sei mir erlaubt, persönlich zu werden. Ich danke meiner Frau und meinen drei Kindern, die mir stets den Rücken freigehalten, mich unterstützt haben und auch für meine nächste Amtszeit bereit sind, dies zu tun.

Herzlichst
Ihr
Carsten Torke