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Datum: 25.12.2019

Grüße zum Jahreswechsel

In wenigen Tagen feiern wir den Jahreswechsel. Schon im Römischen Reich maß man ihm hohe Bedeutung zu, wurde ordentlich gefeiert. Silvester heißt der Abend vor Neujahr übrigens erst seit dem 31.12.335, dem Todestag Papst Silvesters dem Ersten.

Das Foto zeigt ein Portrait des Bürgermeisters Carsten Torke im grauen Sakko und weißem Hemd mit rot weiß blau quer gestreifter Krawatte.
Bürgermeister Carsten Torke

Traditionell begrüßen wir das neue Jahr mit Korkenknallen und Feuerwerk, wünschen einander ein frohes neues Jahr und blicken voller Erwartung nach vorn. Wir machen Pläne, haben Ziele und Wünsche.

Das gilt auch für eine Kommune. Der Haushalt 2020 ist eingebracht und mit ihm weitreichende Ansätze mit einem Investitionsvolumen von mehr als 8 Millionen Euro für die Fortsetzung der erfolgreichen Stadtentwicklung. Steinheim ist eine attraktive Stadt. Viel Geld ist in den vergangenen Jahren investiert worden, um Schritt für Schritt Leerstände, Industriebrachen und alten Gebäudebestand zu beseitigen bzw. einer neuen Nutzung zuzuführen, Flächen aufzuwerten. Im Konsens mit der Politik werden Immobilienankäufe getätigt, um den an der Marktstraße dominierenden Leerstand zu beseitigen. Ein bedarfsgerechtes und vor allem lebendiges Wohnquartier für junge Familien, Senioren, Singles sowie eine Kindertagesstätte werden dort entstehen. Gemeinsam mit dem im Bau befindlichen Wohnquartier Detmolder Straße wird der immens hohen Nachfrage nach zentralem Wohnraum entsprochen. Um dem vorhandenen Defizit an Kindergartenplätzen kurzfristig entgegenzuwirken, wird das ehemalige Gebäude der Stadtwerke im Altenhagen bautechnisch den Anforderungen an eine zweigruppige Kindertagesstätte angepasst. Dort werden bis zum Herbst übergangsweise neue Kindergartenplätze entstehen.

Es gibt ebenfalls eine hohe Nachfrage nach Baugrundstücken in Steinheim. Um diese bedienen zu können, wird mit Hochdruck an der Baureifmachung Abschnitt III Baugebiet „Steinwarts Feld“ gearbeitet. Sich stetig ausdehnende Wohngebiete bedeuten zugleich eine Zunahme des Individualverkehrs. Eine Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans für die Stadt Steinheim und die daraus abzuleitenden Maßnahmen ist vorgenommen worden. Das für die geplante Entlastungsstraße Schorrberg erforderliche Raumordnungsverfahren steht dank der zielführenden Zusammenarbeit mit Bezirksregierung und Grundstückseigentümern vor dem Abschluss.

Für die Erweiterung oder Neuansiedelung von Gewerbe wurde im Gewerbegebiet Bergheim eine Fläche von 30.000 m² mit Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Straßen zur Bebauung im Jahr 2020 voll erschlossen. Namhafte Steinheimer Unternehmen werden auf der Fläche erweitern, weitere neu ansiedeln. Für die bewiesene Standorttreue danke ich den jeweiligen Unternehmen herzlich.

Was kommt noch in 2020? Die Stadthalle wird nach umfänglicher Sanierung im Januar fertiggestellt (3,3 Mio.). Hier gilt den beteiligten Vereinen mein Dank, die dieses Mammutprojekt mit viel Engagement unterstützt haben. Gemeinsam mit der sanierten Aula (1,3 Mio.) und dem im März eröffneten Friedrich-Wilhelm-Weber-Forum (2,1 Mio.) bietet Steinheim ein breit aufgestelltes, flexibel bespielbares Raumangebot für Veranstaltungen. Aula und Weber-Forum erfahren hohen Zuspruch, Musikschule und Bücherei verzeichnen Anstiege der Nutzer- bzw. Anmeldezahlen. Auch Anfragen für die Stadthalle sind schon nennenswert zu verzeichnen.
Und - die Jugend wird es freuen - der Bikepark kommt! Planungen und Gutachten, um einen Bikepark zu realisieren, sind durchgeführt bzw. eingeholt.

Steinheim - das ist die Kernstadt und 8 Ortschaften - die eine ist so wichtig, wie die anderen, brauchen einander, ergänzen einander. In allen Ortschaften der Gemeinde sind nach Monaten der Planungen IKEK-Projekte angelaufen und teilweise schon abgeschlossen. Maßnahmen, geplant und getragen von den Bewohnern, die das dörfliche Gefüge stützen bzw. stärken sollen und für die rund 300.000 Euro Landesmittel bewilligt wurden. Hier werden wir in 2020 weiter an- und weitere Projekte umsetzen.

Klimaschutz geht uns alle an, besonders natürlich die Kommunen als verlängerter Arm der Regierung. Bereits seit drei Jahren beschäftigt die Stadt Steinheim einen eigenen Klimaschutzmanager. Bislang befristet, aber da Maßnahmen zum Klimaschutz langfristig notwendig sein werden, wird die Stelle fest verankert. Was ist bereits passiert? Alle öffentlichen Baumaßnahmen werden nach neuesten energetischen Standards durchgeführt, um nachhaltig Energie einzusparen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Ein Klimaschutzteilkonzept für integrierte Wärmenutzung ist erstellt. Seit einigen Monaten gibt es in Steinheim zwei Ladesäulen für E-Autos, eine direkt am Rathaus und eine am Bahnhof. Auch ein Dienstwagen der Stadtverwaltung ist ein Elektromobil. Thermographie-Messungen in Sandebeck und Grevenhagen haben Eigentümern Schwachstellen aufgezeigt, Handlungsempfehlungen wurden gegeben. Schon bei den „Kleinen“ fängt es an: Das Projekt „Energie erleben“ in Kindergärten und Grundschulen wurde mit Begeisterung aufgenommen. Steinheim ist Mitglied der Klimakampagne OWL.

Für 2020 ist eine Offensive zur Solarisierung der Steinheimer Dächer geplant. Informationen zu dem Projekt werden rechtzeitig veröffentlicht - Mitmachen ist natürlich freiwillig. „Energie rund ums Eigenheim“ wird auch ein Themenschwerpunkt auf der Steinheimer Messe Ende März 2020 sein.

Die Akademie unseres Bürgermedaillenträgers Felix Finkbeiner „plant for the planet“ macht im Herbst Station in Steinheim - Bäume werden gepflanzt. Wir sind Fairtrade-Stadt - fair gehandelte und regionale Produkte werden bevorzugt. Und: Wir sind auf dem Weg, erste Gemeinwohlökonomie-Kommune in Nordrhein-Westfalen zu werden; die Bilanzierung wird im Frühjahr beendet sein. Auch dies ist ein Weg, bewusster und nachhaltiger zu handeln.

Klima ist nicht gleich Wetter. Für die Silvesternacht wünsche ich all jenen, die vor die Tür gehen, eine trockene, kalte und sternenklare Nacht.

Ihr Carsten Torke