Sprungziele
Inhalt
Datum: 07.05.2021

Graf Metternich-Quellen unterstützen Streuobstwiesen

Pünktlich zur Apfelblüte stellen die Graf Metternich-Quellen aus Steinheim-Vinsebeck eine neue regionale Spezialität vor: eine Streuobst-Direktsaftschorle `Heimatapfel´, die aus dem Jahrgangssaft von 2020 hergestellt wurde. Die Schorle mit Mehrwert leistet einen finanziellen Beitrag zur Pflege und zum Erhalt der Streuobstbestände im Kreis Höxter. Neben einem fairen Ankaufspreis für das Obst wird die Arbeit rund um die Obstbaumpflege sowie eine extensive Flächennutzung in den Streuobstwiesen im Kreis Höxter mit 8 Cent pro Flasche unterstützt.

Heimatapfel Schorle © GfW Höxter
Frisch und fruchtig schmeckt die neue Schorle aus dem Kreis Höxter - Die erste Verkostung der Heimatapfel-Schorle nahmen vor v.l.n.r.: Bürgermeister Carsten Torke (Steinheim), Alexander Rauer, Landrat Michael Stickeln, Andreas Schöttker (Graf Metternich Quellen), Heribert Gensicki (Stiftung Steinheimer Becken) und Regionalmarkenmanager Heiko Böddeker von der GfW im Kreis Höxter © GfW Höxter

Die Apfelschorle ist das Pilotprodukt und sichtbares Ergebnis der Konzeptstudie „Heimatapfel“ aus dem LEADER-Prozess, die die Wertschöpfungsansätze für Streuobst im Kreis Höxter untersucht hat. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Graf Metternich-Quellen ein heimisches Unternehmen für diese Sache gewinnen konnten und bereits während der Studienlaufzeit konkrete Umsetzungsschritte erfolgt sind.“ zeigt sich Landrat Michael Stickeln über den unternehmerischen Tatendrang des Kulturland Betriebes beeindruckt.

„Als regionalem Brunnen liegt uns der Naturraum und die Kulturlandschaft sehr am Herzen,“ sagt Andreas Schöttker, Geschäftsführer der Graf Metternich-Quellen. „Wir sind uns über die Verantwortung für den Streuobsterhalt bewusst und tragen gerne unseren Teil dazu bei. Das entspricht auch unserem Selbstverständnis als zertifiziertes Gemeinwohl-orientiertes Unternehmen“ Der Mineralbrunnen aus Vinsebeck kaufte nicht nur die Apfelernte 2020 zu einem fairen Preis auf, er spendiert nun auch für jede verkaufte Flasche Streuobst-Schorle acht Cent für die Pflege der Obstbäume auf den Streuobstwiesen im Kreis Höxter.

Saft aus 32 Tonnen Obst

Die Streuobstwiesenflächen, von denen die erste Streuobst-Apfelschorle kommt, liegen ausschließlich im Kreis Höxter. An einem kräftigen Baum können zweieinhalb bis drei Doppelzentner Äpfel wachsen. Für die Ernte der Äpfel wurde den Streuobstanlieferanten 20 Euro pro Doppelzentner Obst vergütet, ein Preis, der die wirtschaftliche Nutzung der Ernte wieder attraktiv macht.

“Gerade im Stadtgebiet Steinheim haben wir große Bestände an Streuobst, aber auch viele Akteure, die gerne wieder mehr aus ihrem Obst, ihren Flächen und der Baumpflege machen möchten,” bilanziert Carsten Torke, Bürgermeister der Stadt Steinheim den gegenwärtigen Trend und das Engagement der Stadt beim Heimatapfelprojekt. “Ich spreche aber sicher auch für die Kollegen der anderen Städte im Kulturland wenn ich sage, dass wir solche Projekte zum Erhalt unserer Kulturlandschaft gerne unterstützen und auch im Hinblick auf die kommende Ernte voranbringen möchten.”

Etwa 32 Tonnen Obst sind im Erntejahr 2020 im Kreis Höxter für dieses Projekt zusammengekommen für das sich viele Streuobstakteure und StreuobstwiesenberaterInnen aus dem ganzen Kreis eingesetzt haben. In Zukunft können es also noch deutlich mehr werden, denn die Schorle ist in der Pilotphase voraussichtlich nur wenige Wochen lang verfügbar.

Heimischer Geschmack mit idealem Säuregehalt

Die Heimatschorle überzeugt nicht nur durch die guten Taten, sondern auch durch ihren Geschmack. „Da wir viele verschiedene Apfelsorten von den Streuobstbeständen zusammenbekommen, erhält der Saft eine ideale Säure und ist nicht so süß wie der Saft von wenigen Sorten des heutigen Plantagenobstes,“ erklärt Heribert Gensicki von der Stiftung Steinheimer Becken. Der Direktsaftgehalt beträgt 65% und bringt den unverfälschten Geschmack in die Flasche, da keine Zusätze oder günstigeres Konzentrat verwendet wurde. Gerade einmal 1964 Getränkekisten mit der bekannten 0,7-Liter Perlenflasche konnten in diesem ersten Jahr des Projektes gefüllt später. Im Frühsommer kommt eine zweite Füllung mit der 0,33-Liter-Flasche hinzu, die es dann auch in der hoffentlich wieder geöffneten Gastronomie geben soll.

Auch Heiko Böddeker von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter freut sich über das neue regionale Produkt: “Die Schorle ist der Auftakt von vielen weiteren Apfelprodukten, die sich in den nächsten Jahren für den Erhalt und die Wertschöpfung von Streuobstbeständen einsetzen sollen. Damit verbinden wir auch viele wichtige Themen wie Artenvielfalt, Klimaschutz und regionale Wirtschaftskreisläufe.”