
Der Gebäudekomplex der ehemaligen Möbelfabrik Günther dokumentiert ein wichtiges Stück Steinheimer Wirtschaftsgeschichte. Der Firmengründer Josef Günther ließ 1905 das Wohnhaus mit der stadtbildprägenden Fassade nach den Plänen des Detmolder Technikers Koßmann errichten.
Die zunächst in den Obergeschossen untergebrachte Werkstatt war bald zu klein. Dem steigenden Raumbedarf angepasst wurden die Produktionsräume Zug um Zug erweitert, vor allem in den Jahren 1919/22 und 1947/48. In den fünfziger Jahren waren hier fast hundert Mitarbeiter tätig.
1988 wurde die Möbelproduktion eingestellt und im Erdgeschoss des Fabrikgebäudes ein Verbrauchermarkt eingerichtet. Die Obergeschosse dienten zunächst als Lager, bis im Jahre 2002 in der mittleren Etage das neue Möbelmuseum Steinheim seinen Platz fand.