
In der Abgeschiedenheit des Friedhofs ist diese Stätte ein Ort der Stille, des Gebets und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. 1962 schuf der Steinheimer Künstler Willi Humpert (1936-1985) in eigenwilliger Formensprache das Mahnmal, das erinnert, tröstet und zum Frieden mahnt.
Chor der Klagenden. Sechs Torsos symbolisieren die gemordeten, verbrannten, verstümmelten und geschändeten Menschen - ein stummer Klageschrei des Entsetzens gegen die Gewalt. Sie tragen die Titel v.l.:
"Gewalttätigkeit", "Bombenterror", "Krieger", "Flucht", "KZ", "Hinterbliebene".
Das Türmosaik zeigt links dunkel-drohend
das Unrecht, das Rot der blutgetränkten Erde,
rechts in überirdisch leuchtender Schönheit
das Blau des Kosmos,
in der Mitte den weißen Richterstuhl, Symbol
des Weltenrichters und Herrn über Leben und Tod,
über allem das Kreuz Christi, Zeichen der Erlösung und der Hoffnung.
Durch die Erweiterung der Kapelle wurden diese Kunstgegenstände im Inneren der Kapelle intergriert. Die Friedhofskapelle hat die im Bild dargestellte außere Form erhalten.