
Das 1904 gegründete Elektrizitätswerk war das zweite seiner Art im Kreis Höxter. Nach den Plänen des Architekten Wilhelm Hörling wurden die Gebäude im neuromanischen Stil vom Bauunternehmer Pollmann ausgeführt. Den großen, zinnenbekrönten Schornstein errichtete Wilhelm Schürmann. Für die gesamte Technik, einschließlich der beiden durch Steinkohle betriebenen Dampfgeneratoren, war der hiesige Elektroingenieur Josef Wegesin verantwortlich.
1921 wurde die unrentabel gewordene Stromerzeugung eingestellt und die Gebäude wurden an die Eisengiesserei Schmitz aus Breslau verkauft. 1928 fielen sie an die Stadt zurück, die im früheren Maschinensaal die erste Steinheimer Turnhalle einrichtete. Seit 1956 dient der Raum den Stadtwerken als Lager.
Nachdem die Gebäudefassaden durch zahlreiche Umbauten im Lauf der Jahre verunstaltet worden waren und ihre Würde eingebüßt hatten, wurden sie 1992/93 in der heutigen Form erneuert.