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Steinheim - Europäische Energie und Klimaschutzkommune

Im Rahmen des Kongresses „Energie in Kommunen" der Energie.Agentur NRW erhielt Steinheim im Oktober 2011 die Auszeichnung „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune". Mit dieser Auszeichnung würdigte das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen 15 Kommunen und Landkreise, die besondere Anstrengungen für den Klimaschutz unternehmen. „Die Städte und Gemeinden leben die beschleunigte Energiewende mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Sie sind Vorbilder für den Klimaschutz und entlasten ganz nebenbei ihre Haushaltskassen", so Umweltminister Remmel in seiner Festansprache.

 

Steinheim hat in dem Bewertungszeitraum 2007 bis 2011  energierelevante Maßnahmen in erheblichem Umfang umgesetzt. Die Sanierung und Erweiterung der Heizungsanlage im Schulzentrum, die mit einer Reduzierung der Kesselleistung von ursprünglich vorgehaltenen 1.600 kW auf nur noch 986 kW eine deutliche Einsparung gebracht hat sowie die Wärmedämmmaßnahmen an Grund- und Realschule sind Maßnahmen, die deutlich zur Zielerreichung beigetragen haben. Das Handlungsfeld ist aber deutlich umfassender und setzt sich aus vielen Aktivitäten zusammen, die Steinheim als „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune" auszeichnen.

Ein erstes Etappenziel ist also erreicht; es soll Ansporn sein für zukunftsweisendes Handeln im Bereich der Energiegewinnung und -einsparung. Auch die Sensibilisierung der Verbraucher ist ein wichtiger Aspekt, denn - Energie, die nicht verbraucht wird, muss auch nicht gewonnen bzw. bezahlt werden.

Die Energiepolitik der Stadt Steinheim ist ausgezeichnet

Die Entwicklung der Energiekosten ist sowohl für die privaten als auch die öffentlichen Haushalte von großer Relevanz. Die Energiepolitik der Stadt Steinheim ist zum einen darauf ausgerichtet, Kosten zu senken als auch - im Interesse eines nachhaltigen Klimaschutzes - Energieverbrauch zu vermeiden. Seit 2007 ist die Stadt Steinheim an dem Projekt European Energy Award® (eea) beteiligt. Es handelt sich dabei um ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Energie- und Klimaschutzaktivitäten einer Kommune erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potentiale der nachhaltigen Energiepolitik und des Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können.

In den vergangenen vier Jahren hat die Stadt Steinheim umfassende energierelevante Maßnahmen umgesetzt und damit viel für den Klimaschutz getan. Besonders erwähnenswert ist hier - neben vielen anderen Maßnahmen - sicherlich die Sanierung des Schulzentrums zu nennen; Wärmedämmung an Dach und Fassaden, der Einbau von 3fachverglasten Fenstern und eine hochmoderne Heizzentrale mit Gebäudeleittechnik sind die Indikatoren für eine erfolgreiche und zukunftsorientierte Energiepolitik auf kommunaler Ebene.

Im Rahmen des eea-Prozesses werden Erfolge der kommunalen Energie- und Klimaschutzaktivitäten nicht nur dokumentiert, sondern auch ausgezeichnet. Die Stadt Steinheim hat mit ihrem Arbeitsprogramm das Etappenziel erreicht und erhält gemeinsam mit 14 weiteren Städten im Oktober durch das Land NRW die Auszeichnung mit dem European Energy Award.

 

Pressetext:  

Klimaschutzminister Remmel verleiht European Energy Awards an 15 Städte und Gemeinden:

„NRW-Kommunen machen die beschleunigte Energiewende vor"

Eine Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Wuppertal. Klimaschutzminister Johannes Remmel hat heute (13.Oktober) in Wuppertal 14 Städten und Gemeinden aus NRW und einer Kommune aus Bayern den European Energy Award (EEA) verliehen. Damit werden herausragende Energiesparerfolge, Anstrengungen für den Klimaschutz und vorbildliche Projekte gewürdigt. „Die Städte und Gemeinden leben die beschleunigte Energiewende mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Sie sind Vorbilder für den Klimaschutz und entlasten ganz nebenbei ihre Haushaltskassen", sagte Minister Remmel. Die Verleihung war Teil des Kongresses „Energie in Kommunen" der EnergieAgentur.NRW mit fast 350 Teilnehmern. Minister Remmel ehrte die 14 NRW-Kommunen und überreichte der bayrischen Gemeinde Ascha ihre Urkunde - in Bayern war kein Termin für die Ehrung gefunden worden.

Vor der Ehrung wurde das 10-jährige Bestehen des European Energy Awards mit Gästen aus ganz Europa gefeiert. 230 Kommunen in ganz Deutschland nehmen am EEA teil, davon sind 103 Kommunen und sechs Kreisverwaltungen aus Nordrhein-Westfalen. „Die Städte und Gemeinden in NRW sind auf dem Weg der beschleunigten Energiewende. Damit sind sie Vorbilder für Kommunen in ganz Deutschland. Wir in NRW fördern die Teilnahme am EEA nicht ohne Grund mit bis zu neunzig Prozent - und die umgesetzten Projekte können sich sehen lassen," so der Minister.

„Der European Energy Award ist zum einen ein Preis für Kommunen und Kreisverwaltungen, zum anderen ist er ein Instrument, mit dem eine Gemeinde nahezu alle Prozesse im kommunalen Energiebereich analysieren, steuern und kontrollieren kann," erläuterte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Sie organisiert im Auftrag des Klimaschutzministeriums das Verfahren für den EEA. Dabei werden alle Maßnahmen, die eine Kommune umsetzt, bilanziert und in einem Punktesystem bewertet. In einem zweiten Schritt werden aus dieser Analyse mögliche neue Maßnahmen geplant, die kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden sollen. Durch diesen kontinuierlichen Prozess optimiert die Kommune ihre energierelevanten Prozesse. Erzielt eine Kommune die Hälfte der möglichen Punkte, dann wird sie mit dem Award ausgezeichnet, bei 75 % der möglichen Punkte wird der Award in Gold verliehen. In NRW wird das Ergebnis vom TÜV zertifiziert.

NRW hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt: Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen soll bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 verringert werden. „Wir wollen die beschleunigte Energiewende in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern umsetzen, das geht nur über die Kommunen. Ich gratuliere daher allen ausgezeichneten Städten und Gemeinden herzlich. Sie sind Vorbilder für gelebten Klimaschutz", sagte Remmel.

 

Die Preisträger:

Den European Energy Award in Gold erhielten

Aachen(u.a. für eine Beratungsstelle für Hauseigentümer, die Aktion altbau plus, das Energiesparprojekt „activfuersklima" für Schulen und Kitas oder das Energiekontrollsystem „e-view")

Ascha (u.a. für ein Biomasseheizwerk mit Nahwärmenetz, Bürgersolaranlagen, die Aktion „Ein Dorf spart Energie", eine „Fifty-fifty-Modell für Schulen)

Bocholt (u.a. für ein Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept mit 77 Projekten mit den Schwerpunkten Energetische Sanierung eines Stadtteils)

Bonn(u.a. für die Reduzierung von 195.000 Tonnen CO2 pro Jahr durch den Umbau des Heizkraftwerk-Nord zum GuD Kraftwerk, ein CO2-Monitoringsystems, ein Solardachkataster und den Start der Bonner Energie Agentur)

Senden(u.a. für ihrRadwegenetz, das energetische Sanierungskonzept für Gebäude der Gemeinde; Bürgersolaranlagen, Teilnahme am Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW")

Willich(u.a. für ihr Klimaschutzkonzept, die Einstellung eines Klimamanagers, ein Bürgerbussystem, Umwelttage, die „Wochen der Sonne" und die „Wochen der Mobilität" sowie eine geplante Solarsiedlung).

 

Den European Energy Award erhielten

Ahlen(u.a. für ein Förderprogramm für solarthermische Anlagen, umfassende energetische Sanierungen an verschiedenen Schulen oder ein Klimaschutzkonzept mit reger Bürgerbeteiligung)

Dortmund(u.a. für das Energieeffizienzquartier Rheinische Straße, den Neubau einer Feuerwache mit energieeffizienter Haustechnik, ein EnergiePlusHaus am Phoenixsee)

Emmerich(u.a. für Energieeffizienzbestrebungen im städtischen Gebäudebestand u.a. durchModernisierung sämtlicher, städtischer Heizungsanlagen im Rahmen des Contractings durch den Einsatz neuester Brennwerttechnik mit Wärmerückgewinnung)

Extertal(u.a. für energetische Sanierung einer Schule, des Bürgerhauses und als Windkraftgemeinde)

Herzebrock-Clarholz(u.a. Photovoltaik auf gemeindeeigenen Dächern, Energieberatung, Thermografie-Aktionen, Schulung des Nutzerverhaltens, Energetische Sanierungsmaßnahmen in den Schulen)

Lippstadt(u.a. für Energiesparprojekte an Kindergärten,Thermographie-Aktionen, Energieberatungen, LED-Straßenbeleuchtung, Photovoltaik auf städtischen Dächern)

Lohmar(u.a. für das Radwege- und Wandernetz, die Naturschule Aggerbogen als außerschulischer Lernort oder das Bonusmodell für Neubauten)

Steinheim(u.a. für die energetische Sanierung des Schulzentrums mit hochmoderner Heizzentrale mit Gebäudeleittechnik)

Warendorf  (u.a. für Energiesparschulen durch Verbesserung der Gebäudehülle und Heiztechnik und Stromerzeugung durch Microgasturbine, Photovoltaik, Wasserkraft und ein BHKW).