
Der Ort liegt in etwa 50 Kilometern Entfernung zu Lecce, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die strategisch günstige Lage des Ortes, dessen Name auf die Umgebung schließen lässt (Specchie sind die Steinhügel, die in der Antike als Aussichtsposten verwendet wurden), lässt den Ort seine Umgebung dominieren. Denn Specchia liegt rund 189 Meter über dem Meeresspiegel, im „Zipfel" des italienischen Stiefels auf einem Plateau. Bis zu Meer bei Marina Serra sind es nur 12 Kilometer. Die Altstadt Specchias gilt als eine der schönsten in der Gegend Salento und trägt als eine von 99 Orten Italiens die Auszeichnung ,I Borghi più Belli d´Italia' - die schönsten Dörfer Italiens.
Die für den Verkehr gesperrten Gassen, die immer wieder von Treppen unterbrochen werden, schließen den Stadtkern ein, der in seinen Aufbau vollständig erhalten ist. Der malerische Ort zieht vor allem im Sommer viele Künstler und Maler an, die dort reichlich Motive für ihre Arbeit finden.
Dokumente zur Geschichte Specchias lassen sich bis in das Jahr 1000 zurückverfolgen, als der Ort während der Herrschaft der Normannen in die Grafschaft Lecce eingegliedert wurde. Das Lehnswesen in Specchia hat eine bewegte Geschichte. Viele bedeutende italienische Familien herrschten hier.
Zu der Kommune Speccia gehört auch Borgo Cardigliano, ein Dorf, das, nachdem es von vielen Einwohnern verlassen wurde, in ein sehr hübsches Feriendorf umgewandelt wurde. Alte Gemäuer wie Kirchen, das Konvent der Franziskaner oder das Schloss Protonobilissimo-Risolo verschönern das Stadtbild und laden Besucher zum Schauen und Spazieren ein.